LEKKER BERLIN: „Süssholz Berlin, mehr als Delikatessen“

Das Meyan habe ich entdeckt, als meine Freundin Diana hier zu einer Geburtstagsrunde eingeladen hatte. Ich war begeistert von der Atmosphäre und den kulinarischen Kostbarkeiten. Die Einrichtung ist modern und lässt doch Raum für Tradition. Mit …

… viel Liebe zum Detail wurde das Mauerwerk freigelegt und die Räume mit Möbeln ausgestattet, die ich selbst gerne hätte.  An den Wänden hängen wunderschöne türkische Fliesen und Keramiken.

Besonders gefällt mir, dass das bunte türkische Geschirr, welches man gleich im Laden kaufen kann, auch zum Servieren benutzt wird. Das ist bestimmt ein teurer Spaß, wenn man bedenkt, wie viel doch im täglichen Geschäft zu Bruch geht. Der Wein wird in wunderschönen Bechern serviert. Ich trinke zuhause meinen Tee daraus und fühle gleich Urlaubsstimmung. Auch die schönen kleinen Schälchen bekommen nun endlich eine Verwendung. Oliven und Pasten werden fortan darin kredenzt. So sind sie nicht mehr nur schön, sondern auch nützlich.

Das Ehepaar Çiğdem und Ali Yiğit betreibt das Meyan in der Goltzstraße seit genau einem Jahr – Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag! Die prall gefüllte Theke sticht dem Besucher sofort ins Auge. Darin lagern Köstlichkeiten wie Oliven, Humus, Kisir, gefüllte Weinblätter, Käse und Kuchen. Alles kann zum Mitnehmen gekauft werden oder an einem der gemütlichen Tische in den zwei Gasträumen oder vor der Tür verputzt werden. Das Angebot reicht vom Frühstück über wechselnde Mittagsmenüs, mediterrane Spezialitäten bis zu leckerem Wein, ergänzt von Designstücken von Çiğdem, die studierte Designerin ist, Geschirr und moderner türkischer Literatur.

Çiğdems Schwestern nämlich betreiben den Binooki Verlag, der sehr erfolgreich Bücher von in der Türkei lebenden Schriftstellern, ins Deutsche übersetzt und hier vertreibt. Eine Wand ist voller Leseexemplare dieser Bücher. Natürlich kann man die Bücher hier auch kaufen. Çiğdems Lieblingsbuch ist „Das Siebentagegebet“ von Zerrin Soysal. Darin geht es um drei Schwestern, die ihre Mutter, die zeitlebens nicht für sie da war, erst nach deren Tod richtig kennenlernen als sie die Tagebücher der Mutter finden. Als Ausgleich zu dem ernsten Thema empfiehlt Çiğdem den lustigen Roman „Secret Agency“ von Alper Canıgüz.

In der Frauenrunde neulich bestellten wir mehr vegetarische Gerichte und tranken Wein. Ich war begeistert von den gefüllten Champignons, den Cigara und der Ziegenkäse-Walnusscreme. Mit meinem Mann schlage ich bei den Hackfleischspezialitäten zu, dazu ein kaltes Efes. Besonders überraschend finde ich die gefüllten Weinblätter. Kenne ich sie doch dick, kalt und mit Reis gefüllt. Diese hier sind dünn, warm und mit Hackfleisch gefüllt. Çiğdem muss lachen, als ich es ihr sage und erzählt, dass es eigentlich eine Art Eintopfgericht ist und man sich damit den Magen vollschlägt.

Dass die Gäste 2 Stück davon bestellen, fand sie anfangs auch ungewöhnlich, jetzt versteht sie es. Denn so bleibt Platz für all die anderen Leckereien. Wir probieren noch die gefüllten Paprika und sind begeistert. Von den Auberginenröllchen kann ich kaum genug bekommen. Abgerundet wird der Genuss durch wahrhaft leckeres Brot und einzigartig aromatische, in Orangen eingelegte, BIO-Oliven.

Ich fühle mich schon nach wenigen Minuten nach Istanbul versetzt. Çiğdem erzählt von Izmir und ihre Augen beginnen zu leuchten. Wir beschließen, das nächste Mal, wenn uns die Istanbul-Sehnsucht packt, nach Izmir zu reisen.

Quelle: www.lekker.berlin
Foto: Alexandra Walsh

BERLINER MORGENPOST: „Kleinigkeiten für Freunde der türkischen Lebensart“

Das Restaurant „Meyan“ in Schöneberg bietet neben ausgesprochen freundlichen Service, sehr appetitliche Pasten, Röllchen und türkische Spezialitäten. Außerdem kommen Literaturfreunde auf ihre Kosten.

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Restaurantbeleg im Meyan: Leckere Kleinigkeiten für unter 20 Euro

Gleich beim Betreten des „Meyan“ freut man sich über die entspannte Stimmung, die in dem türkischen Restaurant herrscht. Der Service ist ausgesprochen freundlich, aus den Lautsprechern tönen unaufdringliche Jazzballaden. Man sitzt hier gemütlich zwischen Backsteinwänden an Möbeln, die zum Teil selbst gebaut wurden oder vom Trödelmarkt stammen. Bei gutem Wetter werden die Glastüren geöffnet und Tische auf die Bürgersteigterrasse gestellt.

Jahrelang befand sich in den Räumen an der Goltzstraße die Bar des „Tapas y mas“. Dann verwirklichten hier im vergangenen Herbst Çiğdem Yiğit und ihr Mann mit dem „Meyan“ ihren Traum von einem kleinen Café. Der türkische Name des Lokals bedeutet auf Deutsch: Süßholz. Die Betreiberin versichert, dass alle Speisen in der Küche frisch hergestellt werden. Pasten, Röllchen und Kleinigkeiten, die in einer Vitrine ausgestellt werden, sehen höchst appetitlich aus.

Gäste können die Speisen in zwei Portionsgrößen bestellen, die Preise liegen etwa bei 1,70 Euro für die kleine und 3,10 Euro für die größere Portion. Sehr gut waren die Artischockenherzen mit Walnüssen und die getrockneten Tomaten in Zitronensoße. Auch die würzigen, mit Auberginen ummantelten Hackbällchen sowie die mit Käse und Kräutern gefüllten Champignons konnten überzeugen.

Ein besonderes Anliegen ist Çiğdem Yiğit die Verbreitung neuer türkischer Literatur, da ihre Schwester einen kleinen Verlag leitet, der die Autorinnen und Autoren ins Deutsche übersetzt. Beim Cafébesuch kann man in diesen Büchern lesen. Einmal im Monat gibt es einen Literaturabend.

Quelle: www.morgenpost.de
Foto: Franz Michael Rohm

DINNER und DRINKS: „Lecker von früh bis spät“

Schönebergs Gastro-Meile zwischen dem U-Bahnhof Nollendorfplatz und Eisenacher Straße macht nicht unbedingt durch einen qualitativen Aufwärtstrend von sich reden und speziell in der Goltzstraße ist man froh, dass einige angesehene und etablierte Gastronomiebetriebe das Niveau nicht noch weiter absinken lassen. Desto bemerkenswerter und erfreulicher ist es, wenn man beim Vorbeigehen allein schon optisch von einem Café magisch angezogen wird, dass einen die Neugier nicht daran vorübergehen lässt. Ein offenes, stimmungsvolles Raumkonzept erschließt sich dem Betrachter bereits durch die offenen Fensterfronten und animiert zum Betreten.

MEYAN-BERLIN (101)Backsteinwände, buntes Geschirr aus der Türkei, Holzfußboden und einseitig abgesägte Rundtische prägen den ersten visuellen Eindruck und vermitteln ein sehr ansprechendes und harmonisches Bild. Antike Möbel wurden hier zeitgenössisch inszeniert und mit türkischen Details zu einem offenen Ladenkonzept vereint. Verspielte orientalische Leuchten und klare Formen bilden in ihrer vermeintlichen Widersprüchlichkeit einen ansprechenden Reiz, der dem Auge schmeichelt. Der Blickfang des Innenraums ist jedoch ohne Zweifel die ausladende Kühlvitrine als Aushängeschild der eigentlichen Intention dieses Unternehmens, denn der Ausgangsgedanke war die Eröffnung eines Feinkostgeschäfts und so entstand mit den zwei Gasträumen im Innenbereich und der Außenterrasse über die gesamte Frontbreite ein Zwitter aus Feinkostgeschäft, Caterer, Café und Restaurant in bester Art und Weise.

MEYAN-BERLIN (92)Das wahrhaft überwältigende Angebot in der Frischetheke nimmt jeden Betrachter gefangen und die Vielfalt an Pasten und anderen Leckereien erschwert gerade dem unvoreingenommenen Gast die Wahl. Der unbedarfte Frühstücksgast wird sich oftmals angesichts dieser Pastenauswahl dann doch für eine Kombination dieser als für ein eher konservatives Frühstück entscheiden. Dazu wird der Gast vom freundlichen  Service geduldig über die Zutaten und Geschmacksrichtungen der einzelnen Pasten aufgeklärt, bis er sich zu seiner persönlichen Auswahl seines ´Wunschtellers´ entschieden hat. Dem Gast stehen alle Optionen offen: Von den Frühstücksangeboten a´la carte bis zur Eigenkomposition aus Pasten, je nach Geschmack und Appetit.

MEYAN-BERLIN (85)Humus ( Kichererbsenpaste ), Kisir ( Bulgursalat ), Auberginenpaste, Papa Chili ( Weichkäse mit Tomate und Chili ), Rote Bete-Paste und Ziegenkäse mit Feigen als Sultanspaste bilden eine gute Auswahl für einen Wunschteller, dem man dann noch mit Reis und Hackfleisch gefüllte Weinblätter, die kurz erwärmt werden, hinzufügen kann. Wer zum Abschluss noch etwas Süßes mag, sollte auf jeden Fall die hausgemachten Apfeltaschen probieren, deren Apfel-und Walnussfüllung schon manche Abhängigkeit ausgelöst haben dürften. Sehr ansprechend und appetitlich wird alles auf handgefertigtem Geschirr aus der Türkei serviert, welches hier auch zahlreich an den Wänden dekorativ zum Verkauf dargeboten wird.

MEYAN-BERLIN (72)Neben allen hier angebotenen delikaten Produkten aus der Kühlvitrine und den Einzelstücken türkischer Geschirrkunst kann der Kunde im meyan *süßholz auch hochwertiges Olivenöl, ausgesuchte Weine und hausgemachte Marmeladen der Saison erwerben. Die Marmeladen werden von der Chefin des Hauses hergestellt und sie achtet bei der Auswahl der saisonalen Früchte auch auf Abwechslung bei den Geschmacksrichtungen. So entstehen unter anderem Varianten wie Kirsch mit Espresso, Orange mit Campari, Brombeere mit Cidre und Zwetschge mit Rotwein und oftmals ist es schwierig, die Nachfrage im entsprechend notwendigen Maß zu befriedigen, denn das Betreiberehepaar Cigdem und All Yigit bringt sich im Betrieb mit viel persönlicher Arbeitskraft ein und ist sehr auf die Kommunikation mit den Gästen bedacht.MEYAN-BERLIN (16)Überhaupt stellt man fest, dass in diesem Familienbetrieb eine ausgesprochen entspannte Atmosphäre herrscht und das Künstlerehepaar stets ein paar freundliche Worte mit bekannten Gästen wechselt. Nicht von Hektik getrieben, sondern entspannt umsichtig und freundlich wird hier mit den Gästen umgegangen und seit der Eröffnung im Oktober 2013 haben zahlreiche Gäste festgestellt, dass die Goltzstraße 36 eine gute Adresse für jede Tageszeit ist. Das schon erwähnte Frühstück wird durch eine täglich wechselnde Mittagsauswahl an Suppen mit Pasten und anderen Spezialitäten ergänzt. Sarma, Kizartma, Dolma und Icli Köfte werden mit diversen Beilagen serviert und bieten auch eine zusätzliche Auswahl für den Rest des Tages, wenn man vielleicht einfach nur für eine Weile ausspannen möchte. Dafür stehen hier Leseexemplare des Binooki Verlags zur Verfügung, der sich hauptsächlich auf Werke junger türkischer Autoren konzentriert hat, die hier in der deutschen Übersetzung ausliegen. In regelmäßigen Abständen finden hier abends auch stark nachgefragte Lesungen dieser jungen Autoren statt. MEYAN-BERLIN (62)Zum kulturellen Abendprogramm passt dann auch die Weinauswahl des Hauses, die eine Bandbreite von Frankreich, Italien, Deutschland und Türkei bietet. Grüner Silvaner vom Cisterzienser Weingut Michel aus Rheinhessen und ein türkischer Anfora ´Trio´ werden dazu zum Beispiel glasweise, ein Weißburgunder Jungbrunnen vom Weingut Wittmann, ein Blue Label-Riesling von Johannes Leitz und ein La Ciboise Rouge von Michel Chapoutier u.a. als Flaschenwein angeboten, damit auch der Abend im meyan *süßholz einen guten Tagesausklang bildet.

Quelle: www.dinnerunddrinks.com – Hajo Becker
Foto: Hajo Becker

LIGA STUDIOS: „Eine kulinarische Reise durch Schönebergs türki. Köstlichkeiten“

Meyan

Foto: Anna Glad
Direkt zwischen den U-Bahnhöfen Nollendorfplatz und Eisenacher Straße befindet sich das türkische Café und Restaurant Meyan (türk.: Süßholz). Um genauer zu sein, ist es in Schönebergs Gastronomie-Liebhaber-Gegend schlechthin angesiedelt –  in der Goltzstraße. Gerade mal ein halbes Jahr ist das Meyan alt und kann sich bereits über einen regen Zulauf und so allerlei Stammkunden freuen. Doch liegt das nicht nur an der guten Lage, sondern vor allem an dem herzlichen Service, der offenen Raumgestaltung und den hausgemachten Köstlichkeiten.

Mit der Eröffnung des Meyan wollte sich das Künstlerehepaar Yigit ein zweites Standbein aufbauen. Anfangs schwankten die Modedesginerin und der Schauspieler (und Moderator) noch zwischen Feinkostladen und Frühstückscafé, doch spätestens bei der Besichtigung der Räumlichkeiten war klar: „es wird ein Feinkostladen.“ Die Berliner Goltzstraße war vor allem Ali Yigit bestens vertraut, der hier vor Jahren seine Lehre zum Sozialarbeiter abschloss. An den Eröffnungstag des Meyan erinnert er sich noch genau: „Die Eröffnung war an einem Samstag und die Leute vom nahegelegnen Wochenmarkt am Winterfeldtplatz kamen quasi von selbst.“

FT_1Vorlage_2er_Raster-FTFoto: Anna Glad – Albert Concepts
Besonders die Auswahl an der Frischetheke des Feinkostladens ist groß und daher nichts für Unentschlossene. Für den sogenannten „Wunschteller“ kann man sich unterschiedliche Pasten nach Belieben zusammenstellen, die dann mit Schafskäse, Oliven, Butter, einem kleinen Salat nach Wahl und Brot serviert werden. Zu den Dauerbrennern gehören dabei die Humus-, Feigen- sowie Walnuß-Zigenkäse-Pasten. Aber auch die warmen Gerichte wie etwa die mit Hackfleisch gefüllten Paprikas (gibt es auch als vegetarische Variante) oder auch die Bulgur-Bouletten, haben schon den ein oder anderen Gast zum Wiederholungstäter werden lassen.
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Foto: Alexandra Walsh
Nicht nur kulinarisch, auch optisch nimmt einen das Meyan mit auf eine Kurzreise in die Türkei: Freigelegte Backsteinwände, orientalische Fliesen, kunterbuntes Geschirr und ebenso farbenfrohe Stühle. Im familienbetriebenen Meyan herrscht eine besonders vertraute Atmosphäre, was mit Sicherheit auch daran liegt, dass sich die Inhaber immer Zeit für ein kurzes Pläuschchen mit ihren Gästen nehmen. Ist es auch noch so voll, Hektik scheint hier ein Fremdwort zu sein.

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Foto: Anna Glad // Albert Concepts
Wie im Urlaub, kann man sich auch aus dem Meyan ein Andenken an die dort verbrachten, besinnlichen Stunden mitnehmen. Ob Teile des bunt gemusterten Geschirrs, türkische Literatur, anatolische Weine, Granatapfelsirup, hausgemachte Marmelade oder auch abgepackte Pasten aus der Vitrine, mit leeren Händen – geschweige denn einem leeren Magen – muss hier niemand nach Hause gehen.

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Foto: Ali Yigit
Quelle: www.ligastudios.com – Anna Erika Harenz

ZITTY BERLIN: „Türkisch-Klischeefrei“

Wer sich schlecht entscheiden kann, sollte lieber nicht hungrig ins Meyan gehen. Die meisten Angebote auf der Karte setzen voraus, dass man sich sein Essen selbst zusammenstellt, und das kann dauern – zu groß ist die Auswahl an hausgemachten Vorspeisen, eingelegten Oliven, Salaten, Antipasti und Käse­sorten.

Alle anderen jedoch wird der Anblick der Vitrine, in der das alles angerichtet ist, ziemlich glücklich machen. Man kann sich einen Wunschteller mit verschiedenen Schälchen aus dem Angebot in der Vitrine bestellen (ab 4,70 Euro), Salate (ab 4,70 Euro), Suppen (3,00 Euro) oder eine der Spezialitäten, etwa Içli Köfte, zwei mit Rinderhack gefüllte Bulgur-Bouletten mit Salat und Cacık, Letzteres kennen die meisten unter dem griechischen Namen Zaziki (6,70 Euro).
Besonders lecker sind eine pikante Paste aus getrockneten Feigen und die gefüllten Weinblätter, die woanders oft nach nassem Reis und Dose schmecken. Hier sind sie warm und mit würzigem Reis gefüllt. Ziemlich göttlich sind die gefüllten Champignons, überraschend lecker ist auch der Joghurt mit Honig und Walnüssen. Tipp: Man kann hier sehr gut frühstücken, was besonders Menschen freut, die das klassische europäische Frühstück langweilig finden.
Aber Achtung, das Café ist vor allem am Wochenende oft voll, was sicher auch am Konzept liegt – denn das Meyan will mehr als nur ein weiterer türkischer Feinkostladen sein. Das auffällig gemusterte Geschirr kann man kaufen, ebenso wie Kräuter, hausgemachte Marmeladen, Granatapfelsirup und anatolische Weine. An den rohen Backsteinwänden reihen sich Bücher. Sie stammen von zeitgenössischen türkischen Autoren. So, wie die Bücher da stehen, möchte man sich gleich vor Ort reinlesen oder sie kaufen. In unregelmäßigen Abständen gibt es Lesungen.
Der Laden ist sehr durchdesignt, klare ­Formen ergeben zusammen mit orientalischen Lampen und Salzstreuern in Form dicker Schnurrbartmännchen eine ­Mischung, die irgendwie türkisch-traditionell, aber gleichzeitig auch sehr modern wirkt. ­Bezeichnenderweise gibt es an der Kasse auch Tragetaschen aus Seide zu kaufen, darauf der kokette Aufdruck: „Achtung! Klischeefreie Zone.“

Quelle: www.zitty.de – Theresa Bäuerlein
Foto: Lena Ganssmann

GERICHTS PUNKTE: „Meyan, zu deutsch ‘Süßholz“

Superladen, ganz besonders gut!

In der Goltzstr. ist irgendwie auch schon bisschen der „Ranz“ drin. Viele der Läden sind dort schon sehr lange. Bei einigen hat sich auf´s Engagement mit der Zeit so ein bisschen schon Patina gelegt. So wie wenn man die Jahre kommt und der eigene Fokus langsam abhanden kommt. Eigentlich sind wir aus Erinnerung an gute Zeiten im Café M zum Frühstück verabredet. Eine junge Frau, die mir den Kaffee bringt, sagt zu einem anderen Gast mit drei Mitessern, die am Nebentisch Platz nehmen: „Isch habbe gar kein Frühstück.“ – Seit ungefähr zwei Jahren, so ist zu vernehmen, bietet das Café M. kein Frühstück mehr an. Das ist der Vorzug des neu hinzu gekommenen Cafés namens „Meyan“, das ist türkisch und bedeutet „Süßholz“.

Genau das werde ich 10 Minuten später mit meinem besten Freund freiwillig ein paar Häuser entfernt von Café M. raspeln. Großes Frühstück spachteln. Was nützt es, sich zum gemeinsamen Frühstück verabreden zu wollen und dann zu erfahren, es gäbe seit zwei Jahren keins mehr. Minus und Minus, in der Goltzstr. geht diese mathematische Gleichung auf, ergibt Plus.

Dicken Pluspunkt für das Café Meyan. Als erstes sind die Frauen, die hier bedienen, von einer großartigen, natürlichen Schönheit. Ungekünstelt, weitgehend ungeschminkt und trotzdem schön. Vermutlich deswegen. Sie lächeln eher so freiwillig, als täte das, was sie tun, Spaß tun. Schlechter Deutsch meinerseits.

Und dann die Auswahl. Wir platzieren uns draußen, weil die Häuser ja drinnen stehen und es sind jetzt die ersten Tage, an denen man auch boulevardesk zu frühstücken in der Lage sein sollte. Während ich noch auf die Karte gucke und mich zum Scherz beschwere, ob sie womöglicherweise auch Sonne bringen könne, kommt erstens mein Freund und allein das ist schon die Sonne. Aber sie selbst, Mutter Sonne, bricht sich in diesen Minuten ohnehin Bahn und pflugs ist der Tisch in der gleißenden Sonne besessen.

Mein Frühstück lasse ich mir ohne weitere Würdigung der Karte zusammenstellen. Genau genommen ist es eins der teuersten Zusammenstellungen auf der Karte, Frühstück fünf. Dazu bestelle ich noch zwei Frühstückseier. Da ich sie weicher haben wollte, gibt es hierfür eine Abwertung von 1 Stern und nur 5 Punkte. Sonst hätte ich hier 6 vergeben.

Das Frühstück ist schlicht großartig. Der Kaffee schmeckt sehr gut. Die Bedienung ist freundlich. Die schlechte Laune meinerseits ist wie weg geblasen, seit ich das Café M. ein paar Häuser weiter desillusioniert verließ und schon der Idee mißtraute, hier noch irgendwo was zu finden zum Frühstücken.

Auch meine Kontrollbegehung (Spaß) des Ladens innen fällt nur positiv aus. Gelungenes Interieur. An der Theke steht der Chef. Er weist mich „Lokalreporter“ (der Name ist besetzt, ich leihe ihn kurz) darauf hin, ich könne auch auf der Website yelp.com Fotos sehen, dann müsste ich nicht noch weitere machen. Das ist nett gedacht, hat aber einen entscheidenden Fehler: Ich fasse erstens anderer Leute Fotos nie an und zweitens mag ich den von ihm genannten Platz nicht mehr, weil er einst qype.com hieß und jetzt yelp.com und weil das wie McDonald´s für Gastrorezensenten ist. Ich entscheide mich lieber für plazaa.de und hinterlasse, wenn dann hier meine Duftmarken.

Diese hier heißt „großartiger Laden“. Ich empfehle den Laden für ein gepflegtes Frühstück, denn nur so weit kann ich den Laden überblicken. Gänzlich ins Schwärmen komme ich, wenn ich mir die große Glasvitrine mit jede Menge „türkischen“ nein besser mediterranen Antipasti (nicht italienisch gemeint) ansehe. Hier ließe sich noch jede Menge Mundraub begehen: Man müsste ihn wohl bezahlen.

Fünf Sterne. Verdient. Danke. Was ich ganz selten mache: Ich hab mich beim Personal bedankt dafür, dass es mir so gut hier gefallen hat. Ich bin mal wieder dort.

Quelle: www.gerichtspunkte.de – Thomas Gotthal
Foto: Thomas Gotthal

HILKER BERLIN: „Meyan – Süßholz Berlin | Küche und Kunst“

In dem mediterranen Feinkostladen gibt es mehr als nur Lakritz.

Meyan – das bedeutet auf türkisch Lakritz, oder auch Süßholz genannt. ,,Mein Mann ist auf den Namen gekommen“, erzählt Çiğdem Yiğit, die Inhaberin des Ladens. Sie ist Modedesignerin, ihr Mann, Ali Yiğit, ist Schauspieler. Die beiden wollten mal etwas anderes machen, das im Kontrast zu ihren bisherigen Berufen steht und um ein gemeinsames Projekt zu starten. Daraus wurde ein Feinkostladen in der Goltzstraße in Schöneberg, den sie Ende letzten Jahres eröffneten.

Das Ehepaar bietet hier unter anderem Antipasti und Süßwaren aus dem Mittelmeerraum an. Oliven, verschiedene Pasten, Käse und Kuchen können dann an der Theke fertig zum Mitnehmen gekauft oder vor Ort in kleinen handbemalten Schalen an einem der individuell gestalteten Plätze verspeist werden. Auch ein reichhaltiges mediterranes Frühstück lässt sich in der familiären Atmosphäre mit orientalischen Lampen und bunten Kissen geniessen. ,,Besonders meine hausgemachte Marmelade kommt gut an“, erzählt die Inhaberin Yiğit. Die kulinarische Seite der Türkei können ihre Gäste aber auch mittags mit beispielsweise hausgemachten Paprikaschoten kennen lernen. ,,Alles wird frisch zubereitet und jeden Tag gibt es eine andere Suppe“.

Und was ist mit Wein? Auch den gibt es hier. Französischen, Italienischen, Türkischen – auf kleinen Regalen an der Ziegelsteinwand ist für jeden Geschmack etwas dabei. Die Modedesignerin verkauft außerdem von ihr selbst entworfene Taschen und Halstücher, die ihre Gäste gleich vor Ort erwerben können.

Und wer sich neben der orientalischen Küche auch für Literatur interessieren sollte, kann bei Çiğdem und Ali Yiğit in dem kleinen Café türkische Literaturklassiker bekommen, die von dem Verlag Binooki ins Deutsche übersetzt werden. Regelmäßig finden Lesungen und Autogrammstunden der Autoren statt. Meyan ist ein Treffpunkt im Akazienkiez, der viele künstlerische Bereiche vereint und kulinarisch viel mehr als nur Lakritz zu bieten hat. (jp)

Quelle: www.hilker-berlin.de
Foto: Anna Gladkova

„REMEMBERING BERLIN – LOVE, TASTE and CREATIVITY“ – That Moment Weebly –

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I used to love Berlin a lot but since I left it and moved to a dreamlike cutest little city in South Germany I don’t miss it too much. I don’t miss it until I come to visit it and discover treasures like Meyan. This little cafe opened recently (guys, why didn’t you open it two years ago as I lived just around the corner???) in a street where every second entrance leads you to a nice bar, cafe or a restaurant. Still if I would walk down this street now and then I would go there and only there.Imagine the combination of three factors: LOVE, TASTE and CREATIVITY, and you get an approximate description of Meyan, which means liquorice by the way. LOVE stands for the interior design, delicately oriental and elegantly urban at the same time. You can’t oversee that every single thing has been selected, no chosen with love. There is something old, and something new, and something handmade, all together creating an absolute harmony. East meets West, personal meets urban, vintage meets modern. TASTE stands for the yummy food, so fine and spicy at the same time, accompanied by a black tea in narrow-waisted Turk glasses or a nice glass of wine. CREATIVITY comes from people that run the place, open, friendly and authentic. You come in, you greet them, you chat, you feel welcome…What can I say more? Just go there and see for yourself. And if you like it as much as I do, you can take one little bit of Meyan home: jus buy there a colourful oriental bowl or a handmade soap. The second would support a women project in Turkey.
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Foto: Anna Glad